Die Gastgeber staunten nicht schlecht, als die HGW Hofweier 2, gleich mit vier Spielern aus der Südbadenliga antrat. Mit Trainer Frank Ehrhardt waren es sogar fünf aus dem Kader der Ersten.
Da hatte sich der TuS Oppenau mehr ausgerechnet. Nach der 28:34 (17:19) Niederlage im ersten Halbfinale des Bezirkspokal Offenburg-Schwarzwald war die gute Laune der vergangenen Tage etwas getrübt. Zwar haderte man mit dem Aufgebot der Hofweirer, doch diese hatten in der Südbadenliga ähnliches erleben müssen. Trodler hatte sie mit 14 Toren aus dem Meisterschaftsrennen geschossen.
Doch nun zum Spiel. Lange Zeit hatte der TuS Oppenau den Gästen zugesetzt. Mehrmals kam man zunächst nur zum Ausgleich, doch beim 8:7, 9:8, 11:10 und 16:15 war der Vorteil bei den Einheimischen. Trainer Wolfgang Roll hatte dazu noch Pech, da er nach kurzer Zeit auf seinen Rückraumschützen Babicz verzichten musste, der sich in der vergangenen Woche den großen Zeh gebrochen hatte. Er versuchte es zwar, doch die Schmerzen waren dann doch zu groß. Beim 17:19 zur Halbzeit war noch nichts entschieden.
Das 21:20 sollte im zweiten Durchgang die letzte Führung der Oppenauer sein. Trainer Roll fehlten die Alternativen im Rückraum und dies sollte sich dann auch im Ergebnis zeigen. Nach dem 23:24 zog Hofweier auf 23:29 davon und hatte damit schon eine Vorentscheidung erzielt. Der Rest war nur noch Formsache. Die Hofweirer Reserve steht nach dem 34:28 Sieg als erster Finalist fest.
Im zweiten Halbfinale sucht nun der FV Unterharmersbach seine Chance. Mit einem Sieg könnte man nicht nur ins Finale einziehen, sondern dort auch nach dem Titel greifen. Die Oppenauer Fans haben sich dem Außenseiter angeschlossen, nun bläst dem HGW Hofweier viel Gegenwind entgegen. Letztendlich könnte die HGW aber mit drei Mannschaften am SHV-Pokal teilnehmen.
TuS Oppenau: Kimmig Daniel, Doll Michael, Spinner Julian 6, Huber Michael 2, Muschter Lukas, Trayer Michael 5 Bogdan Cosma 5, Schmiederer Klaus, Wolber Heiko 8/3, Babicz Balans 1, Schmieder Jochen, Bruder Julius, Wolber M.
HGW Hofweier 2: Thomas Ehret, Tobias Ruf; Manuel Schaub 1, Manuel Cybulski 4, Manuel Aschenbrenner 4, Stefan See 9/6, Timo Feiler 2, Georg Fischinger, Luca Barbon 4, Ruben Zimmermann 4, Niklas Rudolf 3, Frank Ehrhardt 3, Dennis Neff.
FV Unterharmersbach wollte die Gunste der Stunde nutzen um gegen die Dritte der Hofweirer einen Sieg zu landen. Der Finaleinzug lockte und dementsprechen motiviert ging der FVU ans Werk. Das Spiel dominierte die Mannschaft aus Unterharmersbach zu Beginn nicht, konnte aber eine knappe Führung behaupten. Erst beim 8:9 gelang es der HGW-Sieben in Führung zu gehen. Doch Unterharmersbach kämpfte sich zurück in die Führungsrolle, um diese kurz vor der Halbzeit wieder an die HGW abzugeben. Beim 11:12 dachten die HGW-Spieler wohl bereits an den Pausentee und eine Halbzeitführung. Ein Doppelschlag der Zapf-Sieben bescherte jedoch dem FV Unterharmersbach einen knappen Vorsprung.
In der zweiten Halbzeit forcierte die HGW die Schagzahl und setze sich nach dem 23:23 auf 23:26 ab. Beim 24:29 war Hofweier enteilt und spielte danach seine ganze Routine aus. Auch der Zwischenstand von 28:31 zeigte keine Wirkung bei den Herren im grünen Trikot. Mit einem 33:29 Erfolg zog man ins Finale gegen die eigene Reserve ein.
Mit jeweils 8 Toren war Andreas Baumann und Philipp Schwun am erfolgreichsten für den FVU. Für Hofweier war Artur Schütt mit 9/1 Toren treffsicherster Spieler. Sven Cybulski musste nach seiner dritten Zeitstrafe in der 27. Minute vom Platz.






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